en

2010: Wissenschaft & Gestaltung

Was ist Wissenschaft? Wie lassen sich wissenschaftliche Forschungsansätze und Ergebnisse visuell kommunizieren? Mit welchen Methoden wird in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen gearbeitet? Lassen sich Methoden anderer Disziplinen auf das Design übertragen? Was bedeutet Forschung im Design? Lassen sich Arbeitsansätze des Designs in anderen wissenschaftlichen Disziplinen anwenden?
Der erste Jahrgang des Masterstudiengangs Gutenberg-Intermedia widmet sich der Wechselwirkung von Wissenschaft und Gestaltung. Dazu bietet Mainz als »Stadt der Wissenschaft 2011« den idealen Rahmen. An diesem überregionalen Ereignis werden die Studierenden aktiv mitwirken, u.a. indem sie das Thema »Wissenschaft« im Stadtraum kommunizieren. Zusammen mit wissenschaftlichen Einrichtungen werden sie gestalterisch verwendbare Daten recherchieren und daraus ortsbezogene Projekte entwickeln, um neue Formen der Kommunikation und Interaktion im öffentlichen Raum erforschen und exemplarisch umsetzen zu können. Denkbar sind etwa klassische Plakat-Kampagnen, typografische, zeichnerische oder fotografische Arbeiten bis hin zu Computer gesteuerten Datenvisualisierungen.

Dennis Praschak: Poetische Erlebnisse mit Musik

Alltäglich sind wir von Musik umgeben, dabei hat sich die Art und Weise des Musikkonsums durch die techno­­logischen Entwicklungen stetig verändert. Durch den Wandel und den Wegfall klassischer Charakteristiken sind neue Bedürfnisse entstanden. Trotzdem oder auch deswegen sind Nostalgie-gefühle zu älteren Medien vorhanden. Wie können diese Sehnsüchte in neue Objekte übertragen und gestillt werden? Wie kann Musik poetisch erlebbar werden? Herausgekommen ist die Installation DA 560, die ein poetisches Erleben von digitaler Musik ermöglicht. Dabei steht die Lyrik der Musik im Vordergrund, die mittels analoger Technik in einer textilen Oberfläche dreidimensional erscheint. Dieses kurzzeitige Materialisieren der digitalen Informationen lässt den Benutzer wieder vermeintlich zum Besitzer eines physikalischen Mediums werden. Die Frage nach Besitz und Eigentum wird angedeutet. Eine bewusstere Auseinandersetzung mit der Musik soll geschaffen werden, sie soll nicht nur gehört, sondern erlebt werden.

Kontakt: hello @ dennis-praschak.de

\ März 25th, 2012
\ mkostopoulos
\ No Comments

\ tidy

dennis_master-kl
dennis_master3-kl
dennis_master2-kl
9

Flávia Nalon: Gut zum Druck

Wie sind die Regeln/Prinzipien der Typografie ent­­standen und wie werden sie derzeit von Grafikdesignern interpretiert? Die Zusammenstellung einer großen Anzahl unterschiedlicher und zu verschiedenen Zeiten der Geschichte entstandener Gedanken, Stellung­nahmen, Thesen, Regeln, Verbote und Anregungen zur Typografie fördert die Entwicklung einer kritischen Betrachtung ihrer Bedeutung. Die Sammlung unterschiedlicher Arbeiten im Bereich Grafikdesign und deren Katalogisierung nach diesen Prinzipien verdeutlicht die Rolle der Typografie in der heutigen Produktion; gleichzeitig erweitert sich die Wahrnehmung von Interpretationsmöglichkeiten. »Gut zum Druck« ermöglicht eine Analyse des zeitgenössischen Grafikdesigns aus dem Blickwinkel typografischer Prinzipien und versucht dabei darzustellen, wie wichtig diese Prinzipien bis heute als Grundlagenwissen sind und wie sie neue Wege aufzeigen, persönliche Interpretationen und Standpunkte hinsichtlich der Typografie zu entwickeln.

Kontakt: flavianalon @ ps2.com.br

\ März 25th, 2012
\ mkostopoulos
\ No Comments

\ tidy

GzD_Flavia01_PB-kl
GzD_Flavia02_PB-kl
GzD_Flavia04_PB-kl
8

Martina Miocevic und Bea Roth: Experimentelle Gestaltung – a+b+c=d[esign]

»In Wahrheit heißt etwas wollen, ein Experiment machen, um zu erfahren, was wir können.« (F. Nietzsche)

Kann der Gestalter fortwährend gutes und interessantes Design erzielen, wenn er sich an vorgegebene Schemata und Ideen anderer festhält? Oder können, ähnlich wie in den exakten Wissenschaften, viele neue Erkenntnisse durch Experimente und eigene Erfahrungen erreicht werden? Im Rahmen der wissenschaftlichen Frage: »Was kann Gestaltung bzw. Design von den Experimenten der klassischen Wissenschaften lernen?«, wurde die Formel a + b + c = d[esign] entwickelt. Es handelt sich um eine Methode zum kreativen Gestalten, die den Experimentierenden vor neue Herausfor­derungen stellt.

\ März 25th, 2012
\ mkostopoulos
\ No Comments

\ tidy

Bild01_BM-kl
Bild02_BM-kl
Bild03_BM-kl
7

Max Kostopoulos: eins und eins macht eins – drei intermediale Buchexperimente

Die Buchreihe »eins und eins macht eins« erforscht das Themenfeld der Intermedialität im Medium Buch. Der Name der erweiterbaren Reihe ist Programm: Jedes Buch der Reihe (eins) verschmilzt (macht) mit einem Zweitmedium oder einer innovativen Technologie (eins) zu einem Buchhybrid (eins). In jedem Buch gehen theoretische Überlegungen einem Buch- experiment voraus, wodurch auch Theorie und Praxis im Buch verschmelzen. So ergeben sich innovative konzeptionelle Ansätze, die im Experiment-Teil jedes Buchs umgesetzt werden. Im Rahmen der Master-Thesis entstanden die ersten drei Bände der Reihe aus den Medienkombinationen: Buch und Fanpage, Buch und Film sowie Buch und Wii. Im ersten Band wird eine Facebook-Fanpage in ein hybrides Buchlayout übersetzt. Den zweiten Band erweitern Filmsequenzen im Web, die durch scanbare Codes erreicht werden können. Im dritten Band wurde eine Wii-Remote ins Buch ein­gebaut und so zum Steuerelement einer das Buch erweiternden Bildschirmanwendung.

Kontakt: info @ maxkostopoulos.de

\ März 25th, 2012
\ mkostopoulos
\ No Comments

\ tidy

Praesentation-1_39
Praesentation-1_49
Praesentation-1_4
6

Celile Köse: Tüpisch

Das Magazin thematisiert im Schwerpunkt Design und Transkulturalität. Entsprechend beschäftigt es sich mit der Kultur von türkischen Migranten aber auch mit der deutschen Gesellschaft. Interessen, Traditionen und Lebensgewohnheiten beider Kulturen werden in den Fokus gerückt. Nicht nur die optische Gestaltung ist ein Thema — auch ausgewählte Arbeiten von Designern und Künstlern werden vorgestellt, die sich mit globaler Ästhetik im Design beschäftigen. Indem Lebens-gewohnheiten, Traditionen und die Gestaltung der beiden Welten im Magazin vorgestellt werden, wird indirekt gezeigt, was für eine große Rolle Stereotypisierungen in beiden Kulturen spielen. Der Inhalt des Magazins wird durch Berichte mit Fotografien sowie Porträts, Interviews und Fotostrecken begleitet. Den Schluss bildet eine Agenda, in der Veranstal­tungen und Publikationen vorgestellt werden. Da das Magazin zwei Kulturen anspricht, sind die Texte auch in zwei Sprachen, deutsch und türkisch, zu lesen.

Kontakt: ck @ ceelution.com

\ März 25th, 2012
\ mkostopoulos
\ No Comments

\ tidy

Cover10x15
Inhalt-1
Inhalt-2
5