2013: Design for Participation

Politik, Wissenschaft, Sport, Kultur und Unterhaltung: in allen Bereichen unserer Gesellschaft geben wir uns immer weniger mit autoritären Vorgaben zufrieden. Wir fordern – zu Recht – in die entsprechenden Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse mit einbezogen zu werden. In Zukunft, so prognostizieren aktuelle Trendstudien, wird dieses Phänomen auch verstärkt für das Kommunikationsdesign gelten.

Kommunikation muss folglich den Empfänger einer Botschaft immer auch als Sender verstehen und ihm eigene Gestaltungsmöglichkeiten einräumen. Hier manifestiert sich eine neue Haltung, eine neue »Autorschaft im Design«. Der Designer erstellt nicht mehr ein fertiges Werk für eine bestimmte Aufgabe und Zielgruppe, sondern im Gegenteil ein offenes Werk im Sinne Umberto Ecos, das sich verändert. Der Benutzer wird einbezogen und vervollständigt das Konzept. Das stellt völlig neue Anforderungen – auch an Kommunikationsdesigner: Der Designer als Gestalter von Rahmenbedingungen und Prozessen, die erst durch Beteiligung anderer Sinn erhalten und Spaß machen. Daniel Eatock, Aaron Koblin, Luna Maurer oder Jonathan Puckey – um nur einige Namen zu nennen – leisten seit Jahren als Künstler und Designer Pionierarbeit in diesem Feld.

Was ist eigentlich »Design for Participation«? Welche Vorläufer und welche aktuellen Vertreter gibt es? Welche speziellen gestalterischen Aufgaben stellen sich, um Adressaten sinnvoll einbinden zu können, und wie kann ich meine Themen und Ideen mit partizipatorischen Konzepten umsetzen?

Diese und ähnliche Fragen sollen im Masterstudiengang Gutenberg-Intermedia 2013/14 erörtert und bearbeitet werden. Das intensive dreisemestrige Programm richtet sich an Designer, die der Herausforderung begegnen wollen, den Leser als Autor, den Betrachter als Gestalter oder den Anwender als Programmierer zu verstehen. Kurzum: wir suchen engagierte Gestalter aus den verschiedensten Disziplinen mit Lust am Denken und Machen.



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Talk-Tags

Translations 4 – viele Menschen, Interessen und Gemeinsamkeiten treffern aufeinander, die entdeckt werden wollen. Mit den Talk-Tags konnte jeder anderen zeigen, wer er ist und was ihn bewegt – und der Austausch konnte beginnen.

Das Projekt „Talk-Tags“ fand im Rahmen des Symposiums „Translations 4“ an der FH Mainz statt. Das Konzept des Projekts war, die Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Symposiums zu fördern und zu Gesprächen untereinander anzuregen. Alle Teilnehmer konnten zwischen neun unterschiedlich gestalteten Aufklebern auswählen, die jeder individuell ausfüllen und an sein eigenes Lanyard oder auf die Kleidung kleben konnte. Es gab Sticker mit unterschiedlichsten Botschaften, unter anderem ein „Tic-Tac-Toe“-Sticker, „When I wasn’t a designer…“, „I fight for…“ etc.

Ein Projekt von

Larissa Britz
Hannah Cook
Philipp Fauser

\ Februar 12th, 2014
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WE MACHINE

Kommunikation, Partizipation, Identifikation
— die WE MACHINE.

Die WE MACHINE macht aus dreien eins. Sie kombiniert in Echtzeit drei Personen zu einer Fotoskulptur. Es entsteht eine Live-Collage, die aktiv durch die Teilnehmer gestaltet werden kann. Die Maschine zeichnet jeden der drei Teilnehmer gleichzeitig mittels Webcams auf und kombiniert diese dann zu einem Gesamtergebnis. Jede Kamera filmt einen anderen Ausschnitt des Körpers — Beine, Rumpf und Kopf. Sobald sich drei Personen an der richtigen Stelle befinden, startet ein Countdown und die Teilnehmer haben in diesem Zeitraum die Möglichkeit, sich zu positionieren. Auf dem Screen im Zentrum der Installation wird permanent das Bild der Webcams übertragen. Das Endergebnis wird automatisch nach dem Auslösen an einen Drucker weitergeleitet . An der „Wall of Fame“ können alle Ausdrucke positioniert und und so für alle sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus erhält jeder Teilnehmer eine Kopie für sich selbst als Andenken.

Diese partizpative Installation wurde anlässlich des Translations 4 Symposiums am 29./30. November 2013 aufgebaut und in der Praxis erprobt.

Ein Projekt von

Léonie Britz
Verena Bruckmann
Kevin Kaltenhofer
Jan Lorenz
Franzi Mamitzsch
Lukas Wezel

www.wemachine.de

\ Februar 12th, 2014
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Die Slowtech-Factory präsentiert Claus™: Community Loaded Archive for URL Sharing

Wir alle sammeln Hyperlinks und horten diese in unserem Browser. Auf welchen Plattformen bewegen wir uns Designer täglich? Welche Designer, Prozesse und Projekte inspirieren uns, geben Denkanstößen oder sind unsere Vorbilder? All dies wollen wir zusammentragen, sichern und wieder an die Designwelt weitergeben.

CLAUS™ verarbeitet ihre Linkeingaben, verknüpft sie mit einem visuellen Ausdruck und bringt diese zur Papier.

Die Nadeldruckerinstallation ist erstmals im Rahmen des Translation 4 Symposiums am 29./30. November live in Aktion getreten. Mit Hilfe der Symposiumsbesucher ist eine umfassende Linksammlung entstanden.

www.slowtech-factory.de

Ein Projekt von Christian Weber, Sarah Schmitt, Daniel Weberruß, Nadine Scherer und Diana Walaszek mit tatkräftiger Unterstützung von Steffen Henschel.

\ Februar 12th, 2014
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»Secret Stories« und menschliche Maschinen — Ein Workshop zum Thema Partizipation

»Ich möchte, dass jeder ein kleines Geheimnis erzählt, dass er niemandem sonst anvertraut hat«, so beginnt der Workshop mit Helen Armstrong.

Zwei Wochen lang ist die amerikanische Designerin, Dozentin und Autorin zu Gast im Masterstudio Gutenberg Intermedia und lässt uns an ihrer Erfahrung im Bereich Partizipation teilhaben. Neben partizipativen Miniprojekten wie der »Secret Symphony« oder der »An Anthology of _____« versuchen wir uns als menschliche Maschinen und erkennen, dass Partizipation nicht immer nach Plan läuft.

\ November 27th, 2013
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