der blickwinkel

»Neue Sichten von oben, unten und in der Schräge, seine verschränkten Perspektiven stimulieren immer wieder räumliche Bewegungsgefühle.«


Andreas Haus (Das Neue Sehen. Von der Fotografie am Bauhaus zur subjektiven Fotografie, hrsg. von Rainer K. Wick, München, 1991, S.70 )

 

Neue Sichtweisen führen zu ungewöhnlichen und spannenden Bildkompositionen; sie wurden von Moholy-Nagy am Bauhaus eingeführt, indem er beim Fotografieren die Aufnahmehöhe veränderte und somit ein neues, räumliches Sehvermögen ermöglichte.

Es gibt unterschiedliche Aufnahmehöhen aus Sicht des Fotografen: die Normalsicht, die Aufsicht („Vogelperspektive“) und die Untersicht („Froschperspektive“). Wenn die Kamera und das Motiv auf gleicher Höhe sind, ist es die Normalsicht – der alltägliche Blickwinkel wird  eingefangen. Sobald die Kamera oberhalb des Motives ist, wird von der Vogelperspektive gesprochen. Objekte wirken kleiner. Im Gegensatz zur Vogelperspektive befindet sich bei der Untersicht die Kamera unterhalb des Motivs. 

 

 

\ Januar 9th, 2019
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