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Die Website gutenberg-intermedia.de, die mit dem dritten translations-Symposium eingeführt wurde, wird von nun an als Website und Blog des Masterstudiengangs »Gutenberg Intermedia« fortgeführt. Die Website des translations\03 Symposium finden Sie von nun an in unserem Archiv, unter www.translations-symposium.de/translations03

The Website gutenberg-intermedia.de, which was introduced with the third translations-symposium will be continued as website and blog of our Master Programme »Gutenberg Intermedia«. You can still visit the translations\03 website in our archive at www.translations-symposium.de/translations03

\ December 15th, 2009

»Die Geburt des Lesers ist zu bezahlen
mit dem Tod des Autors.«

Installation von Kerstin Schimandl & Saskia Weiß

40 m Klingelkabel (mit 8 farbigen Innenleitungen)
10 m SAT-Kabel
35 m Stromkabel
24 m Kabelkanal
120-150 Wandschellen
100 Kabelbinder, weiß
50 Kabelbinder, farbig
6 Lüsterklemmleisten
1 Glühbirne mit Fassung
3 verschiedene Leitern
1 Behindertenaufzug
1 Cutter
1 Zange
1 Heißklebepistole
8 Heißklebesticks
1 Gehrungssäge
1 Schleifmaschine

Die typografische Inszenierung des Zitats soll sich in die räumlichen Gegebenheiten unseres Fachhochschul-Gebäudes einfügen. Zu den bereits vorhandenen Kabelkanälen kommen Neue hinzu, erweitert mit einer Schrift aus Kabeln. Die technische Funktionsfähigkeit der Installation wird durch das scheinbar intakte Stromnetz und die brennende Glühbirne simuliert.
Zuerst bogen wir Schrift aus Kabeln und bauten das Wort “Autors” mittels Gehrungssäge, Schleifmaschine und Heißkleber aus Kabelkanälen. Nachdem wir den Kampf gegen die TRAGENDE STAHLBETONWAND gewonnen und unsere Liebe zu Heißkleber entdeckt hatten, brachten wir alle Teile nach der Vorlage eines zuvor erstellten Layouts an die Wand an.

Zitat aus “La mort de l’auteur” in der Zeitschrift Manteia (1968), S.12-17.
Übersetzung nach Roland Barthes “Tod des Autors” in “Texte zur Theorie der Autorschaft”, Stuttgard, 2000, S.185-193.

\ December 9th, 2009
\ Melih B.
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traslations\03 Styroporblöcke

Installation von Saskia Friedrich, Markus Nebel & Ina Wild

  • 160 Styroporblöcke
  • Saskias typografisches Auge

Die Styroporblöcke waren so gesetzt, dass der Titel der Veranstaltung “Translations\03″ nur aus einer Position lesbar war. Durch die perspektivische Verzerrung konnte man aus allen anderen Standpunkten nur scheinbar wahllos in den Zaun gesteckte Styroporklötze erkennen.

\ December 2nd, 2009
\ Melih B.
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»Enjoy Food / Design«

Installation von Anna-Pia Link, Carina Schweitzer & Nina Arnold

  • 1 Foto-Kamera
  • 1 Magic-Arm
  • 1 Laptop
  • min. 6 Schauspieler mit einem 2.Oberteil für eine weitere Rolle
  • 1 Techniker
  • 1 Storyboard
  • 18 Servietten
  • 4 Kaffee im Becher
  • 4 Gabeln
  • 2 Löffel
  • 2 Teller mit Pommes
  • 1 Teller mit Kuchen
  • 3 Zuckertütchen
  • viele Kaffee-Rührstäbchen
  • 3 Majo-Päckchen
  • 1 Tablett
  • 1 Magazin
  • 1 Laptop
  • 1 Cola
  • 2 Strohälme
  • 2 Mensa- Tische

»Enjoy Food / Design«

Die Animation  »Enjoy Food / Design« ist im Stop-Motion-Verfahren entstanden. Dazu wurde eine Spiegelreflexkamera mit Hilfe eines Magic-Arms in 4m Höhe befestigt, so dass sie sich genau über den beiden Tischen befand. Die Kamera konnte über einen angeschlossenen Laptop ausgelöst werden. Nachdem alle Schauspieler ihre »Rolle« und genau Anweisungen erhalten hatten, begann das Shooting. Alle Schauspieler mussten sehr langsam agieren und das Auslösen der Kamera musste auf diese Bewegungen abgestimmt sein. Auf diese Weise entstanden 619 Fotos, die anschließend bearbeitet und zu einem Film zusammengefügt wurden.
Die Animation wurde während der Pausen in der Mensa gezeigt.

Unser Tipp:
Mehrere Ersatz-Kameras bereithalten!

\ December 2nd, 2009
\ Melih B.
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»Do Designers have a role in the creation of symbols for a country, a culture, an ideology or a mentality? Are they, in short, co-authors of the ‘visual text’ with which a country, a culture expresses itself? And if they are, does that make them co-responsible, as co-authors, for what is conveyed in that ‘text’?«

Installation von Saskia Friedrich, Markus Nebel & Ina Wild

  • 6 Dosen Sprühkleber, repositionierbar
  • 6 Meter Plot

Zentrales Anliegen dieser Installation war es ein Zitat erst durch die Interaktion mit dem Publikum entstehen zu lassen. Das zu Beginn noch völlig unsichtbare Zitat wurde mit Schablonen auf den Boden aufgesprüht. Mit der Zeit wurde es durch die vielen Besucher, die darüberliefen sichtbar.

Zitat von Max Bruinsma

\ December 1st, 2009
\ Melih B.
\ 1 Comment

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»Das Leben eines Autors ist der
beste Commentar seiner Schriften.«

Installation von Anett Rauh & Marina Raths

  • 23 m Klebefolie
  • 23 m Transferpapier
  • Spachtel
  • 2 Skalpelle
  • 2 Scheren
  • 1 Zollstock
  • Leiter
  • 2 Schwämme
  • 5Liter weiße Gouache
  • Ganz viele Hände und Geduld

Unsere Idee war es im Eingangsbereich des Foyers eine Trennwand zu schaffen, die mit Hilfe der Zitate einen Vorgeschmack auf das Thema der Veranstaltung bieten sollte. Der Aufbau der Installation war sehr zeitaufwendig und kostspielig. Nachdem das Layout feststand wurden die Zitate auf Klebefolie ausgeplottet und musste von uns entgittert werden. Mit viel Maßarbeit wurden sie dann auf die Scheiben in luftiger Höhe angebracht. Dabei ist es wichtig die Folie blasenfrei anzukleben, damit im nächsten Schritt, wenn die Farbe (Gouache) mittels Schwämmen aufgetragen wird nicht unter die Schrift läuft. Wir mussten mindestens zweimal überstreichen um eine optimale Deckkraft zu erzielen. Nachdem die Farbe komplett getrocknet war, haben wir in mühevoller Kleinarbeit jeden einzelnen Buchstaben von Hand abgezogen um den gewünschten Negativeffekt darzustellen.

Zitate:
»Das Leben eines Autors ist der beste Commentar seiner Schriften.« / Johann Gottfried Herder

»Der heilige Hieronymus führt vier Kriterien an: wenn unter mehreren Büchern, die man einem Autor zuschreibt, eines schlechter als die anderen ist, so muss man es aus dem Katalog seiner Werke streichen (der Autor wird demnach als bestimmtes konstantes Wertniveau definiert), auch wenn bestimmte Texte der Meinung der anderen Werke eines Autors widersprechen(dann wird der Autor als Feld einesbegrifflichen und theoretischen Zusammenhangs definiert); auch die Werke müssen ausgeschlossen werden, die in einem anderen Stil geschrieben sind, mit Worten und Wendungen, die man gewöhnlich nicht bei diesem Autor findet (das ist der Autor als stilistische Einheit), schließlich müssen die Texte als falsch angesehen werden, die sich auf Ereignisse und Personen beziehen, die erst nach dem Tod des Autors kommen (dann ist der Autor ein bestimmter geschichtlicher Augenblick und Schnittpunkt einer Reihe von Ereignissen).« / Michel Foucault

»I think it is one of the paradoxical conditions of design authorship, that you have to be both producer and critic simultaneously. I can maintain a kind of double life.« / Bruce Mau

»Do Designers have role in the creation of symbols for a country, a culture, an ideology or a mentality? Are there, in short, co-authors of the ‘visual text’ with which a country, a culture expresses itself? And if they are, does that make them co-responsible, as co-authors, for what is conveyed in that ‘text’?« /Max Bruinsma

»I am not a decorator, a packager… I am the author, the storyteller, the creator of meaning.« / Zitat zu einer Skizze mit Tibor Kallmann

»Der persönliche Auftritt wird zunehmend bedeutsam. Das ist ein wunderbares Komplementär-Phänomen zur allgemeinen Virtualisierung.« / Auszug von Norbert Bolz

\ December 1st, 2009
\ Melih B.
\ No Comments

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